Neptun-Werft baut weitere Maschinenraum-Module
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Die gut ausgelastete Neptun-Werft in Warnemünde. Dieses Jahr wurden vier Maschinenraum-Module gefertigt. Foto: Neptun-Werft
Zum vierten Mal in diesem Jahr hat die Neptun-Werft in Warnemünde ein Maschinenraum-Modul innerhalb der Meyer-Gruppe ausgeliefert. Mithilfe von zwei Schleppern verließ die 140 Meter lange und 42 Meter breite schwimmfähige Floating Engine Room Unit (FERU) am Montag das Baudock.
Die FERU wird in den kommenden Tagen auf dem Seeweg zur Meyer Werft ins finnische Turku überführt. Dort soll die FERU ein Bauteil des neuen Kreuzfahrtschiffes „Costa Toscana“ werden. Das Schwesterschiff „Costa Smeralda“ hatte die Werft erst Anfang Dezember abgeliefert. Mit dem FERU für die „Costa Toscana“ hat die Neptun-Werft erneut ein Teil für Hochsee-Kreuzfahrtschiffe innerhalb der Meyer-Gruppe nach Papenburg beziehungsweise Turku geliefert.
„In den zwei letzten Jahren haben wir unsere Produktivität deutlich gesteigert“, betont Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der Neptun-Werft mit aktuell 700 Beschäftigten. Die Bauzeit für eine FERU beläuft sich aktuell auf 16 bis 20 Wochen. „Neben dem großen Engagement der Belegschaft und einem engen Zeitplan war für den Produktionsanstieg vor allem die Inbetriebnahme der neuen Schiffbauhalle im Frühjahr 2018 ausschlaggebend“, so Ossevorth. Die ist 180 Meter lang und 65 Meter breit.
Das Maschinenraum-Modul für die „Costa Toscana“ ist mit LNG-Motoren und entsprechenden Tanks ausgerüstet worden. „Künftig werden wir überwiegend FERUs bauen, die über die anspruchsvolle LNG-Technologie verfügen“, hebt Ossevorth hervor. Die Werften der Meyer-Gruppe sind weltweit die ersten Schiffbauunternehmen, die den stark emissionsreduzierenden LNG-Antrieb für Hochsee-Kreuzfahrtschiffe realisieren. Gegenwärtig wird das Maschinenraum-Modul der „Aidacosma“ gebaut. tja