China hält neue Manöver ab
China hat im Ostchinesischen Meer neue Manöver begonnen, bei denen auch Raketen und Torpedos abgefeuert wurden. An den Übungen nahmen chinesische Marineflugzeuge, Unterseeboote und andere Schiffe teil, teilten staatliche Medien jetzt mit. Auch die Küstenwache sei beteiligt gewesen. Die Übungen dienten dazu, die „Intensität, Präzision, Stabilität und Geschwindigkeit“ der Angriffe in einem informationstechnologisch basierten Seekrieg zu verfeinern.
China und Japan streiten in dem Seegebiet um eine unbewohnte Inselgruppe. Parallel zu den Übungen entbrannte ein Streit zwischen beiden Ländern über ein neues japanisches Verteidigungsweißbuch, in dem die Aktivitäten Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer dokumentiert und als Gefahr dargestellt werden.
Auch im Südchinesischen Meer hatte China jüngst Manöver abgehalten. Beobachtern sahen darin ein Säbelrasseln, nachdem China die jüngste Entscheidung des internationalen Schiedsgerichts in Den Haag gegen seine Territorialansprüche im Südchinesischen Meer als „null und nichtig“ zurückgewiesen hatte (THB 12. Juli 2016). Der Schiedshof hatte die chinesischen Hoheitsansprüche als nicht gerechtfertigt abgelehnt. China will sich aber nicht an das Urteil halten, was die Spannungen in der Region verschärft. Peking beansprucht mehr als 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen gehen. Handelswaren im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar werden jährlich durch das Südchinesische Meer verschifft. dpa/fab