Ein frischer Anstrich für U10

Mit Olaf Thiedemann (v.l.), Heino Müller, Andreas Baur, Rainer Köntges, Fregattenkapitän a. D. Jürgen Weber, Alfons Kordecki, Siegfried Sebernegg, Hans- Joachim Gurske und Heiko Mross waren viele gestandene U-Boot-Fahrer spontan bereit, das Marinemuseum in Wilhelmshaven zu unterstützen und im Rahmen einer groß angelegten Freiwilligenaktion das Unterseeboot U 10 wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, Foto: Bökhaus
Ein Aushängeschild des Deutschen Marinemuseums Wilhelmshaven ist das Unterseeboot U10 der Klasse 205.
Gemeinsam mit anderen Exponaten auf dem Freigelände am Wilhelmshavener Südstrand lockt es jährlich etwa 100.000 Besucher in das Museum, in dem die komplette deutsche Marinegeschichte erlebbar ist. Von der rauen Nordseeluft verblichen war der Lack des Bootskörpers, was einige der im Verband Deutscher Ubootfahrer e.V. (VDU) organisierten Mitglieder nicht ruhen ließ. Zehn Ehemalige kamen jetzt zum Teil aus Süddeutschland angereist, um neue Farbe auf die U10 zu bringen und auch im Inneren Reparaturen auszuführen.
Bei dem Einsatz wurde aber nicht nur geschuftet, sondern der „Rees an Backbord“ (seemännisch für Geschichten erzählen) stand selbstverständlich auch auf der Tagesordnung. Geplant wurde der freiwillige Arbeitseinsatz von Heiko Mross, der als VDU-Regionalbeauftragter Nordwest aktiv ist. „Wir im Verband wollen, dass die Boote gut erhalten bleiben, und unterstützen die Museen deutschlandweit“, sagte Mross. „Unser Treffen hier in Wilhelmshaven ist schon der zweite Arbeitseinsatz, den wir hier am Objekt machen. Wir fuhren alle auf diesem Typ und fühlen uns den Booten verbunden.“ Der letzte Kommandant von U10, Fregattenkapitän a. D. Jürgen Weber, hatte sogar einen klassischen weißen Malerdress an und machte sich kräftig im Bootsinneren zu schaffen. „Uns macht die Arbeit Spaß“, sagte er. DB/pk