Anschlag auf Suezkanal vereitelt

Ägyptische Sicherheitskräfte haben einen Terroranschlag auf den Suezkanal verhindert. Offenbar war auch die Sprengung von Schiffen geplant.

Wie die Kanalbehörde und der ägyptische Generalstaatsanwalt gemeinsam mitteilten, wurden 13 Angehörige der Muslim-Bruderschaft festgenommen. Bei ihnen wurden Handfeuerwaffen, Panzerfäuste und Sprengstoffe sichergestellt. Unter den Verdächtigen ist auch ein Mitarbeiter der Kanalgesellschaft.

Die Behörden werfen den Inhaftierten vor, einen großangelegten Anschlag auf den Suezkanal geplant zu haben. Dabei sollten an mehreren Orten entlang des Kanals, darunter Elektrizitätswerke, Kaianlagen und die Leitzentrale, Bomben detonieren. Zudem sollten offenbar vom Kanalufer aus Frachtschiffe beschossen und mit Katapulten Sprengstoffe an Bord geschleudert werden, um auf diesem Weg eine Massenhavarie herbeizuführen und den Verkehr auf Monate hinaus komplett lahmzulegen. Sicherheitskräfte nehmen die Anschlagpläne sehr ernst. Der Suezkanal ist mit fünf Milliarden US-Dollar die wichtigste Einnahmequelle Ägyptens und eine der wichtigsten Verkehrsadern der Welt. Jährlich passieren etwa 18.000 Schiffe den Kanal – das entspricht rund zehn Prozent des Welthandels. Seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi gilt die Muslim-Bruderschaft in Ägypten als kriminelle Vereinigung. Ihre Angehörigen bekämpfen den durch die Wahl ins Amt gekommenen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Der Muslim-Bruderschaft werden Verbindungen zu Al-Kaida nachgesagt. pk

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